Empfehlung der Landeskirche zum kirchlichen Leben im November 2020

Die Entwicklung der Corona-Pandemie stellt uns in den kommenden Wochen noch einmal vor besondere Herausforderungen. Präses Kurschus hat sich gemeinsam mit den leitenden Geistlichen im Rheinland und in Lippe im Rahmen eines gemeinsamen Wortes geäußert. Darin haben sie hervorgehoben, worauf es in diesen Wochen besonders ankommt: verlässliche Verbundenheit mit den Menschen zu zeigen und durch Seelsorge, Gottesdienste und alle derzeit möglichen Formen der Kommunikation anderen nahe zu sein.

Um die weitere Ausbreitung der Pandemie wirksam einzudämmen, gilt es, in den kommenden Wochen auch in der Kirche bekanntermaßen vor allem, Kontakte auf das Notwendigste zu beschränken und so weit wie möglich auf digitale Formate zu setzen.  Nachdem heute die auf den Beschlüssen der Bundesregierung und der Ministerpräsidenten beruhende neue Corona-Schutzverordnung NRW vom 30. Oktober 2020 veröffentlich wurde, geben wir folgende dringliche Empfehlungen an die Kirchengemeinden und Kirchenkreise für die Arbeit im Monat November:

  1. Gottesdienste (einschließlich Kindergottesdienste) können weiterhin im Sinne eines Grundangebots als Präsenzveranstaltungen stattfinden. Bei der Durchführung ist die Umsetzung des gültigen Schutzkonzeptes zu gewährleisten (insbesondere Mund-Nase-Schutz, Mindestabstand, besondere Rückverfolgung mit Sitzplan, kein Gemeindegesang). Nicht stattfinden sollen Gottesdienste, die anlässlich von Jubiläen, Einführungen, Verabschiedungen und ähnlichen Gelegenheiten eine besondere Öffentlichkeit ansprechen und einladen. Grundsätzlich empfehlen wir, digitale Möglichkeiten der Teilnahme wieder verstärkt anzubieten, um die Zahl der physischen Kontakte möglichst einzuschränken.

  2. Auf Festgottesdienste zu anderen Anlässen wie zum Beispiel Konfirmationen und Trauungen soll in der Zeit vom 2. bis zum 30. November ebenfalls verzichtet werden. Wo sie dennoch gefeiert werden, finden sie als geschlossene Veranstaltungen im kleinstmöglichen Rahmen und nicht als öffentliche Veranstaltung statt. 

  3. Für gottesdienstliche Bestattungen einschließlich der Grablegung und der Urnenbeisetzung ist das Abstandsgebot für nahe Angehörige unter der Voraussetzung der einfachen Rückverfolgung (Anwesenheitsliste) weiterhin aufgehoben. Die Maskenpflicht gilt sowohl in Innenräumen stets, unter freiem Himmel ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen. Eine absolute Begrenzung der Zahl der Trauergäste ist nicht festgelegt, sie kann sich jedoch aus dem Abstandsgebot und dem zur Verfügung stehenden Raum ergeben. 

  4. Ensemble-, Chor- und Orchesterproben (Posaunenchöre etc.) finden bis einschließlich 30. November nicht statt. Auf Ensemble-, Chor- und Orchesteraufführungen (auch in Gottesdiensten) wird ab dem 2. November 2020 ebenfalls verzichtet. 

  5. Seelsorge ist von besonderer Bedeutung, auch in den kommenden Wochen. Auf der Grundlage der aktuellen Coronaschutzverordnung (§ 5 Abs. 2 und 3 sowie der Allgemeinverfügung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, CoronaAVPflegeundBesuche) ist sie unter Berücksichtigung der entsprechenden Schutzvorkehrungen in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen und bei Hausbesuchen weiter möglich. Dies schließt ausdrücklich die Begleitung Sterbender ein. 

  6. Konfirmandenarbeit findet in Präsenzform bis einschließlich 30. November 2020 nicht statt. Im Interesse der Kontaktpflege empfehlen wir dringend, digitale Wege der Konfirmandenarbeit zu beschreiten. Das Pädagogische Institut der EKvW bietet Fortbildungen zu digitalen Angeboten in der Konfirmandenarbeit an. 

  7. Das Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW hat in einem Erlass vom 3. November 2020 darauf hingewiesen, dass - anders als in der Coronaschutzverordnung NRW festgeschrieben - sowohl Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit als auch der Jugendverbände zulässig sind. Allerdings mit maximal zehn Personen auf festen Sitzplätzen. Nach intensiven Beratungen sind die Mitglieder des Coronastabes der Evangelischen Kirche von Westfalen der Meinung, dass Kinder- und Jugendarbeit unter diesen Bedingungen nicht in geeigneter Weise möglich ist. Aus diesem Grund empfehlen wir in diesem Handlungsfeld nicht das rechtlich Mögliche auszuschöpfen, sondern zunächst bis zum 30. November 2020 auf Präsenzangebote in diesem Bereich zu verzichten und die digitalen Möglichkeiten der Kontaktpflege wieder verstärkt zu nutzen. 

  8. Angebote der Erwachsenenbildung, die nicht Ausbildungs- und berufsbezogene Aus- und Weiterbildungsangebote sind, können nur digital angeboten werden. 

  9. Sämtliche andere Veranstaltungen sowie Gruppen und Kreise finden bis einschließlich 30. November 2020 nicht als Präsenzveranstaltungen statt. Auch die landeskirchlichen Tagungshäuser sind im Monat November geschlossen. 

  10. Sitzungen großer Leitungsorgane sowie Kreissynoden finden im Monat November digital statt. Dasselbe gilt für Presbyterien mit mehr als 20 Mitgliedern. Das Nähere regelt § 13 Abs. 2 Nr. 3 CoronaSchVO.

Corona Sicherheitskonzept für Gottesdienste in der esm

Schutzkonzept zur Feier von Präsenzgottesdiensten in der Evangelischen Kirche von Westfalen

Internetfassung für die Predigtstellen Pauluskirche, Auferstehungskirche und Dreifaltigkeitskirche

Nach mehrwöchigem Verzicht auf Präsenzgottesdienste hat die Landesregierung deren Wiederaufnahme in NRW ab dem 3. Mai 2020 gestattet. Die Evangelische Kirche von Westfalen hat sich ihrerseits verpflichtet, die erforderlichen Auflagen verbindlich einzuhalten. Grundlage dazu sind die „Eckpunkte einer verantwortlichen Gestaltung von Gottesdiensten in den Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland". Zur Umsetzung und Einhaltung dieser Regeln auf Gemeindeebene beschließt das Presbyterium der Ev. Stadt­ Kirchengemeinde Marl das folgende Schutzkonzept.

Prämisse

Das Presbyterium ist sich in der Zeit der Gefährdung seiner besonderen Verantwortung für den Schutz des Lebens und der „Nächsten" bewusst. Ziel aller im Folgenden beschriebenen Schutzmaßnahmen ist es, Infektionsrisiken zu minimieren, damit Gottesdienste nicht zu Infektionsherden werden.

Information

Mitgeteilt werden für diese Predigtstätten:

  • Zeiten und Orte der Gottesdienste
  • Teilnahmebedingungen (s.u.)
  • Zulassungsbegrenzung: Es steht nur eine bestimmte Anzahl von Plätzen zur Verfügung

Hinweise zum Gottesdienstbesuch:

  • Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten
  • Eintrag in Anwesenheitslisten
  • Sitzordnung
  • Hygieneregelungen
  • Abstandsgebot
  • Kein Gesang

Auch bei der Begrüßung an oder vor der Kirchentür werden die Besucherinnen und Besucher schriftlich und mündlich über die Regelungen informiert.

Teilnahmebedingungen

Es gelten die allgemeinen Hygieneregeln.

Es gilt das Abstandsgebot. Körperkontakt und physische Nähe bleiben im Kirchraum untersagt. Ein Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter zum Sitznachbarn ist einzuhalten.

Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes ist erforderlich. Er kann am Platz abgenommen werden.

Das Gemeindesingen unterbleibt.

Erkrankten und gefährdeten Besucherinnen und Besuchern wird die Teilnahme nicht empfohlen. Sie werden gebeten, auf mediale Gottesdienste (Internet, Radio, Fernsehen) oder auf Hausandachten auszuweichen.

Teilnehmenden-Obergrenze

  • Die Zahl der Plätze pro Gottesdienst ist, abhängig von der jeweiligen Raumgröße, begrenzt. In der Dreifaltigkeitskirche wird die Teilnehmendenzahl in der Kirche auf 150 Personen und zusätzlich 112 Personen bei Öffnung des Cafe Leuchtturm = insgesamt 262 Personen begrenzt. Ist die Obergrenze erreicht, kann kein Einlass mehr gewährt werden.

  • Die Zahl der Plätze pro Gottesdienst ist, abhängig von der jeweiligen Raumgröße, begrenzt. In der Pauluskirche wird die Teilnehmendenzahl in der Kirche auf  225 begrenzt. Ist die Obergrenze erreicht, kann kein Einlass mehr gewährt werden.

  • Die Zahl der Plätze pro Gottesdienst ist, abhängig von der jeweiligen Raumgröße, begrenzt. In der Auferstehungskirche wird die Teilnehmendenzahl in der Kirche auf  200 begrenzt. Ist die Obergrenze erreicht, kann kein Einlass mehr gewährt werden.

Am Eingang werden Anwesenheitslisten geführt, in die die Gottesdienstbesucherinnen und - besucher eingetragen werden. Die Listen dienen ausschließlich dazu, mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können; sie werden nach einem Monat vernichtet.

Abstandswahrung

Vor der Kirchentür und im gesamten Kirchraum gilt das Abstandsgebot. Der Sitz- und Stehabstand zwischen Personen in jede Richtung beträgt 1,5 bis 2 Meter.

Das Betreten und Verlassen der Kirche wird geordnet organisiert. Es ist sichergestellt, dass der Abstand auch bei Ein- und Ausgang gewahrt bleibt, beispielsweise durch eine Einbahnstraßenregelung:

Eingang und Ausgang sind jeweils in den einzelnen Kirchen nach den baulichen Gegebenheiten geregelt. 

Die Sitzplätze in den Kirchen sind entsprechend markiert.

Personen, die in einem Haushalt leben, können nebeneinander sitzen.

Bei besonderen Gottesdiensten (z.B. Taufen, Trauungen, Konfirmationen, Trauerfeiern) können vorher in einer Gruppe in Anwesenheitslisten erfasste Personen zusammen sitzen. Der Abstand unter den verschiedenen Gruppen muss gewährleistet sein.

Die Anzahl der Besucher überschreitet nicht die Zahl der Personenobergrenze.

Hygiene

Die allgemeinen Hygieneregeln sind auch im Gottesdienst einzuhalten.

Die Kirchengemeinde sorgt dafür, dass sich am Gottesdienst Mitwirkende sowie Besucherinnen und Besucher im Eingangsbereich die Hände desinfizieren. Die Kirchengemeinde stellt dafür Desinfektionsmittel bereit.

Türgriffe und Handläufe werden desinfiziert. Die Räume werden vorher und nachher ausreichend gelüftet.

Das Tragen von Mund-Nase-Masken ist erforderlich. Die Kirchengemeinde stellt solche Masken für diejenigen Gottesdienstbesucher bereit, die ohne Maske zum Gottesdienst kommen.

Gottesdienstablauf

Es wird folgendes Gottesdienstformat angeboten:

Predigtgottesdienst

Auf den Einsatz von Gesangbüchern wird verzichtet. Von allen liturgischen Handlungen, die Berührung voraussetzen, wird im Gottesdienst Abstand genommen.

Auf Singen im Gottesdienst wird wegen der besonders hohen Infektionsrisiken verzichtet.

Die Feier des Abendmahls wird wegen des damit verbundenen Infektionsrisikos bis auf weiteres ausgesetzt.

Kollekten werden nur am Ausgang eingesammelt und mit Einmal-Handschuhen gezählt.

Die vom Presbyterium dafür zu ernennenden Personen überwachen die Einhaltung der Regeln. Bei Nichtbeachtung machen sie vom Hausrecht Gebrauch.

 Das vorliegende Schutzkonzept gilt ab dem 14. August 2020.

Am 21.10.2020 bleibt das Gemeindebüro geschlossen.

Gemeindebüro für die esm

Römerstraße 57
45772 Marl
Tel. 02365 - 96 03 0
E-mail: re-kg-marl-stadt-kirchengemeindedontospamme@gowaway.ekvw.de

Öffnungzeiten:

  • Mo., Di., Do. u. Fr.: 
    09.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • Mi.:
    15.30 Uhr bis 17.30 Uhr

Weitere Informationen

Kirchen, Pfarrerinnen und Pfarrer

Bezirk West, Dreifaltigkeitskirche, Brassertstraße 40-42, 45768 Marl

Bezirk Mitte, Auferstehungskirche, Westfalenstraße 92, 45770 Marl

Bezirk Ost, Pauluskirche, Römerstraße 57, 45772 Marl

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