Ein bisschen Geschichte vorweg

Lange vor dem Europäischen Stabiltitätsmechanismus gab es uns: Die Evangelische Stadtkirchengemeinde Marl, kurz: ESM. Die Gemeinde gehört zum Kirchenkreis Recklinghausen und liegt auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Im Jahr 2004 fusionierten die acht bisherigen Gemeinden in Marl. Aus den Gemeinden Hüls (gegründet 1914), Marl (1920, 1986 geteilt in Dreifaltigkeitskirche und Erlöserkirchengemeinde Brassert), Drewer (1956, 1966 nochmal geteilt in Drewer-Nord und Drewer-Süd), Hamm und Sinsen (beide gegründet 1966) sowie Polsum (1975 angegliedert) wurde eine Großgemeinde für die ganze Stadt.

Die Wiege dieser Stadtkirchengemeinde ist jedoch schon viel älter: Bereits 1970 wurde der Evangelische Gemeindeverband mit der Abkürzung ESM gegründet. Eine gemeinsame Verwaltung sowie einen gemeinsamen Finanzhaushalt gibt es bereits seit dieser Zeit.

 

Was hat sich verändert

Altersstruktur unserer Gemeinde

Anfang der siebziger Jahre war der Höhepunkt der Gemeindegliederzahlen in Marl erreicht. Rund 41.400 evangelische Christinnen und Christen gab es in dieser Zeit. Seitdem sind es immer weniger geworden. Die Gründe dafür liegen vor allem im Wegzug von christlichen Familien ins südliche Münsterland. Und vom demographischen Wandel bleiben auch wir nicht verschont. Mit 25.700 Gemeindegliedern zählen wir heute aber noch immer zu den größten Gemeinden im Gebiet der Evangelischen Kirche von Westfalen.

 

Die Herausforderungen heute

Mit den sinkenden Gemeindegliederzahlen werden auch die finanziellen Mittel und Möglichkeiten weniger. Die Fusion 2004 hatte zum Ziel, dieser Tatsache besser begegnen zu können. So versuchen wir heute, in ganz Marl präsent zu bleiben. Wir müssen uns jedoch auch der Tatsache stellen, dass dieses leider nicht mehr so aussehen kann wie noch vor 20 Jahren.

Die Struktur unserer Gemeinde hat sich verändert: Wo früher viele Menschen für einen Ort, einen Kirchturm da waren, sind es heutige wenige, die sich um viele Orte kümmern. Es gibt weniger hauptamtliche Mitarbeiter in allen Bereichen und auch immer weniger Menschen, die Zeit und Nerven haben, sich ehrenamtlich zu engagieren. Die ESM versucht, dieser Entwicklung sowohl strukturell als auch inhaltlich zu begegnen, dazu nachfolgend mehr.

 

Unsere neue Struktur

Auch als eine Gemeinde wollen wir für die Menschen in Marl möglichst gut erreichbar sein und bleiben. Die im Jahr 2010 beschlossene Struktur dient dem Zweck des Zusammenwachsens zu einer Gemeinde. Seither werden die gemeindlichen Aktivitäten nicht mehr einzeln an den Kirchtürmen organisiert, sondern überregional. Um in der gesamten Fläche aktive und gleichzeitig überschaubar zu bleiben, wurde die ESM funktional unterteilt. Jeweils drei kirchliche Standorte bzw. Stadtteile bilden jetzt eine Einheit:

  • Bezirk West (Bereich Altmarl, Brassert und Polsum)
  • Bezirk Mitte (Bereich Drewer und Lenkerbeck)
  • Bezirk Ost (Bereich Hamm, Hüls und Sinsen mit Teilen von Lenkerbeck und Honermann-Siedlung/ Oer-Erkenschwick)

Zukunftsweisende Projekte

Gefragt sind heute gezielte Gruppen und Projekte für bestimmte Lebensabschnitte. „Klassische“, dauerhafte Gruppen wie Frauenhilfe und Kirchenchor haben es oft schwer, neue Mitglieder zu finden. Eine Übersicht über alle Gruppen und Kreise unserer Gemeinde finden Sie hier.

Daneben haben sich Schwerpunkte und Projekte etabliert, die zeitlich begrenzt stattfinden und Menschen aus ganz Marl und darüber hinaus anziehen. Hier liegt vermutlich ein wichtiger Teil der Zukunft kirchlicher Angebot. Beispiele sind das Gospelchorprojekt oder das derzeitige Lesepatenprojekt. Auch Kinder- und Jugendfreizeiten sind immer gut nachgefragt.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass es immer wichtiger wird, Angebote nicht auf einzelne Orte zu begrenzen, sondern sie stärker zu den Menschen hin zu bringen. Das jährlich stattfindende Abrahamsfest, das Marl weit über seine Grenzen hinaus in der kirchlichen Landschaft bekannt gemacht hat, ist ein gutes Beispiel dafür: Hier finden an allen Orten in Marl, vom Rathaus angefangen, hinein in Schulen und Kindergärten bis hin zu Kirchen und Moscheen Verstanstaltungen statt.

Zukunftsweisend wird in dieser Hinsicht auch das Projekt „Versöhnung“ in Lenkerbeck und Hüls-Süd werden, mit dem auch den nötigen Schließungen von Kirchen begegnet werden kann. Dazu demnächst mehr.

 

Sie wollen mehr über uns wissen? Weitere Informationen finden Sie zum Download in unserer Gemeindekonzeption.

Gemeindebüro für die esm

Römerstraße 57
45772 Marl
Tel. 02365 - 96 03 0
e-mail: re-kg-marl-stadt-kirchengemeinde@kk-ekvw.de

Öffnungzeiten:

  • Mo., Di., Do. und Fr.:
    10.00 Uhr bis 11.30 Uhr
  • Mi.: 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr
    Vormittags ist geschlossen

Weitere Informationen

Unsere Kirchen in den Bezirken

  • Bezirk West, Dreifaltigkeitskirche, Brassertstraße 40-42, 45768 Marl
  • Bezirk Mitte, Auferstehungskirche, Westfalenstraße 92, 45770 Marl
  • Bezirk Ost, Paulskirche, Römerstraße 57, 45772 Marl
Kulturprojekt - Das Tagebuch der Anne Frank - anne-marl.de

Kulturprojekt

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