Die evangelischen Friedhöfe haben eine neue Homepage

Seit dem 1.10.2017 verfügen die Evangelischen Friedhöfe in Marl über eine eigene Homepage. Dort finden Sie ab jetzt alle für Sie relevanten Informationen. Klicken Sie einfach auf das Bild oder auf die Überschrift.

Psalm 130,1

„Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir."

In den dunklen Wochen des Novembers kommen vielen Menschen die belastenden und traurigen Momente des Lebens besonders nah. Erinnerungen und Trauer, zumindest Wehmut überfälltsie an düsteren Tagen oder in Stunden schlafloser Nächte.

Nicht selten suchen sie Trost auf den Friedhöfen. Die Zahl der Besucher ist ein deutliches Zeichen dafür. Und gerade die kirchlichen Friedhöfe versuchen nach dem Beispiel der Psalmbeter, die sich auch in ihrer Trauer Gott zuwenden, die Menschen zur Hinwendung zu Gott einzuladen.

„Der kirchliche Friedhof ist die Stätte, auf der die Kirche ihre verstorbenen Glieder zu Grabe geleitet. Sie gedenkt der Verstorbenen und vertraut sie der Gnade Gottes an. Sie ruft die Lebenden zum Heil in Christus. Sie verkündigt dabei den Tod als Gericht Gottes über alle irdischen Wesen und bezeugt die Auferstehung Jesu Christi als Sieg über Sünde und Tod.


Auch zu der Zeit, in der das Evangelium auf dem Friedhof nicht verkündigt wird, ist der Friedhof mit seinen Grabstätten und seinem Schmuck der Ort, an dem die Verkündigung sichtbar bezeugt und der Verstorbenen und des eigenen Todes gedacht wird.

Der kirchliche Friedhof weist auf das christliche Menschenbild hin, das Lebende und Tote in einer Gemeinschaft vor Gott versteht und zugleich die Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit eines jeden Menschen vor Gott betont.“

(Auszug aus der Präambel der Friedhofssatzung)

Die Mitglieder des Friedhofsausschusses der esm sind bemüht, diesen Grundsätzen in der Gestaltung unseres Friedhofs gerecht zu werden.

Psalm 39,13

„Höre mein Gebet, Herr, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen.“

(Tageslosung am 20. November, Buß- und Bettag)

Voller Verzweiflung wendet sich der Psalmbeter an den Gott, dessen Gegenwart er nicht mehr wahrnehmen kann. Von ihm verlassen, unbeachtet und einsam fühlt er sich. Seine Not, sein Leid, seine Trauer scheinen nicht einmal Gott zu interessieren.

Und „dennoch“ (Ps. 73) wendet er sich zu ihm hin, fordert ein, woran er sich aus den Verheißungen erinnert und vielleicht auch aus den Erfahrungen besserer Tage: Höre doch endlich hin, wenn ich zu dir rufe. Lass dich doch wenigstens durch mein Schreien aufmerksam machen. Gib mir doch wenigstens
ein kleines Zeichen deines Interesses an mir und meiner Situation. Das würde mir zum Trost schon reichen. Das könnte meine Tränen schon trocknen.

Wer kennt diese Situationen zwischen Hoffen und Bangen, Glauben und Zweifeln, Verzweiflung und Suche nach Auswegen nicht? Der Psalmbeter erinnert uns mit seinem Ruf daran, wie menschlich wir Gott gegenübertreten dürfen. Vornehme Zurückhaltung und diplomatisches Auftreten sind ihm gänzlich fremd. Er wirft seine Situation in aller Realität vor Gottes Füße und fordert Gottes Hilfe fast frech ein. Behält damit selbst im Gefühl der Gottverlassenheit einen Rest Hoffnung und Vertrauen darauf, dass Gott letztlich so, wie er es gerade verspürt, ja nicht ist. Und öffnet sich damit für die leisen Töne, mit denen Gott sich ihm zuwenden wird.

Gemeindebüro für die esm

Römerstraße 57
45772 Marl
Tel. 02365 - 96 03 0
e-mail: re-kg-marl-stadt-kirchengemeinde@kk-ekvw.de

Öffnungzeiten:

  • Mo., Di., Do. und Fr.:
    10.00 Uhr bis 11.30 Uhr
  • Mi.: 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr
    Vormittags ist geschlossen

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